Ein zukunftsweisender Schritt für Kultur, Bildung und Stadtentwicklung – Zum 1. Januar 2026 hat das Schwebodrom eine wichtige strukturelle Veränderung vollzogen: Das Erlebnismuseum wird ab sofort als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) geführt. Mit diesem Schritt bekennt sich das Schwebodrom noch klarer zu seinem kulturellen, gesellschaftlichen und bildungsbezogenen Auftrag und stellt gleichzeitig die Weichen für eine langfristig stabile Zukunft.
Die Umwandlung in eine gGmbH bedeutet, dass das Schwebodrom nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist. Stattdessen werden erwirtschaftete Überschüsse vollständig in den Betrieb, die inhaltliche Weiterentwicklung sowie in Bildungs- und Vermittlungsangebote reinvestiert. Damit wird sichergestellt, dass das Haus dauerhaft als kultureller Ort erhalten bleibt und seine Angebote kontinuierlich weiterentwickeln kann.
Außerschulischer Lernort mit kulturellem Bildungsauftrag
Als gemeinnützige Einrichtung erfüllt das Schwebodrom künftig ausdrücklich den Tatbestand der Heimatkunde und Heimatpflege. Es versteht sich als außerschulischer Lernort für Erwachsene ebenso wie für Schulklassen und Bildungseinrichtungen. Geschichte, Technik und Stadtentwicklung werden hier nicht nur vermittelt, sondern durch immersive Medien erlebbar gemacht.
Mit innovativer Technik und einem inhaltlich fundierten Konzept verbindet das Schwebodrom kulturelle Bildung mit zeitgemäßer Präsentation. Der Fokus liegt darauf, historische Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und Besucherinnen und Besucher aktiv einzubeziehen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorwissen.
Ein starkes Fundament: Der Gesellschafterkreis
Träger des Schwebodroms bleibt die Immobilienstandortgemeinschaft (ISG) Barmen Werth e.V.. Der ISG Vorstand setzt sich zusammen aus Matthias Wewer, Robin Bühne, Wolfgang Jarisch und Thomas Helbig . Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Schwebodrom als kulturellen Leuchtturm in Wuppertal weiterzuentwickeln – insbesondere im Jubiläumsjahr 125 Jahre Schwebebahn.
Die neue Rechtsform schafft dabei ein tragfähiges Fundament, um das Projekt langfristig zu sichern und strategisch weiter auszubauen. Gleichzeitig ermöglicht sie eine noch engere Verzahnung mit dem deutschen Kultursystem, in dem gemeinnützige Träger eine zentrale Rolle spielen.
Matthias Wewer betont die Bedeutung der Entscheidung für die Stadt: „Mit der Gemeinnützigkeit stärken wir das Schwebodrom als kulturellen Ort für Wuppertal und darüber hinaus. Das Haus bleibt fest in der Stadt verankert und kann seinen Bildungsauftrag dauerhaft erfüllen.“
Auch Robin Bühne sieht in der Umwandlung einen konsequenten Schritt: „Die neue Struktur erlaubt es uns, das Schwebodrom strategisch weiterzuentwickeln und gleichzeitig offen für Kooperationen und neue Formate zu bleiben.“
Wolfgang Jarisch ergänzt: „Die Gemeinnützigkeit schafft Planungssicherheit und eröffnet zusätzliche Perspektiven in vielerlei Hinsicht.“
Thomas Helbig als Geschäftsführer der Zeitreise Schwebebbahn gGmbH hebt die Bedeutung hervor: „Durch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit bekommt das private Engagement der Hauseigentümer des Werths über die ISG Barmen-Werth e.V. nochmals eine besondere Anerkennung und stellt klar die Weichen für eine gemeinwohlorientierte Zukunftsausrichtung“.
Zukunftssicher durch Gemeinnützigkeit
Die Entscheidung für die gGmbH bringt konkrete Vorteile mit sich. Als gemeinnützige Gesellschaft hat das Schwebodrom künftig besseren Zugang zu Fördermitteln, Spenden und Drittmitteln, die für kulturelle Einrichtungen von zentraler Bedeutung sind. Gleichzeitig erlaubt die Rechtsform, wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten – mit der klaren Verpflichtung, alle Erträge wieder in den gemeinnützigen Zweck zu investieren.
Damit wird das Schwebodrom nicht nur finanziell stabiler, sondern auch widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Herausforderungen. Die Gemeinnützigkeit trägt dazu bei, das Haus dauerhaft als kulturelles Angebot im Stadtbild zu verankern und seine pädagogische Qualität weiter auszubauen.
Ein Ort mit internationaler Strahlkraft
Seit seiner Eröffnung hat das Schwebodrom über 100.000 Besucherinnen und Besucher empfangen – darunter Gäste aus dem In- und Ausland. Die innovative Verbindung von Geschichte, Technik und immersiver Inszenierung sorgt für internationale Aufmerksamkeit und macht das Haus zu einem Aushängeschild für Wuppertal.
Gerade im internationalen Kontext spielt die Gemeinnützigkeit eine wichtige Rolle: Sie unterstreicht den kulturellen Anspruch des Schwebodroms und stärkt seine Position als seriöse, nachhaltige Institution mit Bildungsauftrag.
Ein klares Bekenntnis zur Zukunft
Mit der Umwandlung in eine gemeinnützige GmbH setzt das Schwebodrom ein deutliches Zeichen. Es geht um mehr als eine formale Änderung – es geht um ein langfristiges Bekenntnis zu Kultur, Bildung und gesellschaftlicher Verantwortung. Das Schwebodrom bleibt damit ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und für kommende Generationen bewahrt und neu erzählt werden kann.


